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Echte Fotos statt Stockbilder

Echte Fotos zeigen Besuchern, dass es dich wirklich gibt. Stockbilder sehen oft austauschbar aus, und viele Kunden erkennen das sofort.

Grundlagen4 Min. LesezeitStand 9. Oktober 2026

Warum echte Fotos besser sind als Stockbilder

Echte Fotos von dir, deinem Team, deinem Laden und deiner Arbeit schaffen Vertrauen. Stockbilder sind fertige Fotos aus Online-Archiven. Sie sind gut gemacht, zeigen aber fremde Menschen an fremden Orten. Besucher spüren oft, dass etwas nicht stimmt, auch wenn sie es nicht benennen können.

Wer bei dir anruft, will wissen, wer vor ihm steht. Ein echtes Bild beantwortet das besser als jedes Lächeln aus der Datenbank.

Das heißt nicht, dass jedes Foto perfekt sein muss. Ein ehrliches, etwas unperfektes Foto aus deinem Alltag wirkt oft besser als ein glattes Bild, das auch bei hundert anderen Betrieben hängt.

Wie wirken Stockbilder auf Kunden?

Ein Handschlag zwischen zwei Menschen im Anzug sagt nichts über deinen Betrieb. Ein Foto von einer Reinigungskraft im Treppenhaus, die offensichtlich nie bei dir gearbeitet hat, kann sogar schaden. Es lenkt die Frage auf die Ehrlichkeit der ganzen Seite.

Bei einem Betrieb vor Ort kommt ein weiterer Punkt dazu. Der Kunde will sich vorstellen können, wie es ist, mit dir zu arbeiten. Dafür muss er dein Gesicht, deinen Wagen und dein Ergebnis sehen. Das gehört auch in die Liste der wichtigen Punkte in Was muss auf eine Webseite?.

Hinzu kommt: Wenn dasselbe Stockbild auf mehreren Webseiten auftaucht, merken das Kunden, die vergleichen. Beim Friseur mit demselben lachenden Model wie beim Konkurrenten fragt sich der Kunde, was echt ist.

Stockbilder sind nicht verboten. Für Symbolbilder oder Hintergründe, die du nicht selbst fotografieren kannst, sind sie eine Möglichkeit. Wähle dann ruhige Motive ohne gestellte Gesichter, prüfe die Lizenz und nimm nie Bilder aus der Google-Bildersuche. Alles, was deinen Betrieb zeigen soll, fotografierst du selbst.

Welche Fotos brauchst du?

Für eine kleine Webseite reichen meist diese Motive:

  • ein Porträt von dir oder dem Team
  • dein Betrieb von außen und innen, etwa Werkstatt, Praxis oder Café
  • Arbeitsschritte in Bewegung, zum Beispiel beim Streichen, Schneiden oder Reparieren
  • fertige Ergebnisse, bei Handwerk auch Vorher und Nachher
  • dein Fahrzeug oder dein Schild, damit man dich vor Ort wiedererkennt

Zehn bis fünfzehn gute Bilder genügen meist für den Start.

Besonders stark wirken Bilder, auf denen man dich bei der Arbeit sieht, weil sie zeigen, wie du arbeitest. Eine Werkstatt, in der gearbeitet wird, überzeugt mehr als ein leerer, polierter Raum.

Wie machst du Porträts, wenn du dich unwohl fühlst?

Viele Selbstständige zögern, sich selbst zu zeigen. Genau diese Bilder wirken aber am stärksten, denn Kunden vergeben Aufträge lieber an Menschen als an Firmennamen.

Hilfreich ist es, bei einer Handlung fotografiert zu werden, statt in die Kamera zu posieren. Die Friseurin beim Schneiden, der Schreiner am Hobel, die Physiotherapeutin beim Gespräch mit einer Patientin. Bitte eine Kollegin, einen Freund oder eine Kundin, ein paar Bilder zu machen. Nach einer Viertelstunde wird die Kamera vergessen, und die Bilder werden natürlicher. Wähle am Ende ein bis zwei Bilder aus, mit denen du dich wohlfühlst.

Wie gelingen gute Fotos ohne Fotografen?

Ein modernes Smartphone reicht für den Anfang. Beachte diese Punkte:

  1. Fotografiere bei Tageslicht, am besten am Fenster oder draußen im Schatten.
  2. Putze die Linse, bevor du anfängst.
  3. Räume den Hintergrund auf. Ein ruhiger Raum wirkt professionell.
  4. Halte das Handy im Querformat, so passen die Bilder besser auf die Seite.
  5. Mache viele Aufnahmen und wähle die besten aus.

Für ein Porträt oder wenn viel von den Fotos abhängt, kann sich ein Fotograf lohnen. Frage nach, welche Nutzungsrechte du bekommst und ob du die Bilder auf der Webseite verwenden darfst.

Wenn du Fotos von Kundenprojekten zeigen möchtest, frage vorher nach. Bei Wohnungen, Praxen und Gärten sind oft Adressen, Namen oder Persönliches zu erkennen. Lieber einmal zu viel fragen.

Was musst du bei Rechten und Personen beachten?

Fotos dürfen nur auf deiner Seite stehen, wenn du die Rechte daran hast. Das gilt für selbst gemachte Bilder, für Bilder vom Fotografen und für Bilder aus Archiven. Wenn Menschen auf den Fotos erkennbar sind, brauchst du in der Regel ihre Einwilligung. Das gilt für Mitarbeitende und für Kunden.

Das ist keine Rechtsberatung. Lass im Zweifel prüfen, was bei dir gilt, und halte Einwilligungen schriftlich fest. Wie du echte Kundenstimmen und Referenzen zeigst, steht in Kundenstimmen und Referenzen richtig zeigen.

Auch Mitarbeitende können ihre Einwilligung später zurückziehen. Lege deshalb fest, wie du dann vorgehst, und tausche das Foto aus, wenn jemand den Betrieb verlässt und das wünscht.

Was gilt für Dateigröße und Beschreibung?

Große Fotos direkt vom Handy machen eine Seite langsam. Verkleinere sie vor dem Hochladen, oder lass das beim Bauen der Seite automatisch erledigen. Eine langsame Seite kostet Besucher, wie Ladezeit: Warum langsame Seiten Kunden kosten erklärt.

Gib jedem Bild außerdem einen kurzen Beschreibungstext, den sogenannten Alt-Text. Er wird vorgelesen, wenn jemand die Seite mit einem Screenreader nutzt, und hilft auch Suchmaschinen. Schreibe, was zu sehen ist, zum Beispiel „Maler streicht eine Wand im Treppenhaus“.

Als Faustregel gilt: Ein Foto muss nicht größer sein, als es auf dem Bildschirm dargestellt wird. Ein Bild in sehr hoher Auflösung ist für eine Webseite meist unnötig und belastet die Seite am Handy.

Das Wiedererkennungs-BildWürde ein Kunde dich oder deinen Betrieb nach dem Foto vor Ort wiedererkennen? Wenn nicht, ist es eher ein Stockbild als ein echtes Foto.

Häufige Fragen

Sind Stockbilder auf der Webseite erlaubt?

Ja, wenn die Lizenz die Nutzung auf einer Webseite erlaubt und du die Bedingungen einhältst. Prüfe das vor dem Einsatz genau. Bilder aus der Suchmaschine darfst du nicht einfach übernehmen.

Wie viele Fotos braucht eine Webseite?

Für einen kleinen Betrieb reichen meist zehn bis fünfzehn gute Bilder. Lieber wenige gute als viele schwache.

Brauche ich einen Fotografen?

Nicht zwingend. Mit Tageslicht und einem aufgeräumten Hintergrund gelingen viele Motive mit dem Handy. Für Porträts oder wenn dein Auftritt viel von Bildern lebt, kann ein Fotograf sinnvoll sein.

Aktualisiert am 9. Oktober 2026. Dieser Text ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Mehr zum Thema: Was muss auf eine Webseite?.

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