Was kostet eine Webseite?
Es gibt keinen festen Preis. Eine einfache Seite mit wenigen Inhalten kostet weniger als ein Auftritt mit vielen Unterseiten, Terminbuchung und eigenen Texten. Die Spanne ist groß, weil sich Angebote stark in Leistung und Aufwand unterscheiden.
Der Preis hängt im Wesentlichen an fünf Dingen: dem Umfang, den Texten, den Bildern, den Funktionen und der Pflege danach. Dazu kommen laufende Kosten für Domain und Hosting, die du von Anfang an mitdenken solltest.
Hier nennen wir bewusst keine Marktpreise. Sie veralten schnell und sagen wenig über deinen Fall aus. Besser ist es, wenn du weißt, wonach du fragen musst.
Wie wirkt sich der Umfang aus?
Je mehr Seiten, desto mehr Arbeit. Ein Maler, der nur zeigen will, was er macht und wie man ihn erreicht, braucht oft nur eine einzige Seite. Eine Physiotherapie mit mehreren Behandlungen, Team und Anfahrt braucht mehr Platz. Wie du das entscheidest, steht in Onepager oder mehrere Seiten?.
Auch Details treiben den Aufwand: ein eigenes Design statt einer Vorlage, Animationen, mehrere Sprachen, oder eine Seite für jede Leistung. Das kann sinnvoll sein, muss aber zu deinem Ziel passen.
Was kosten Texte und Bilder?
Texte und Bilder werden oft vergessen, bestimmen aber viel. Wer Texte selbst liefert, spart Geld, braucht aber Zeit. Wer sie schreiben lässt, zahlt für die Arbeit. Gute Texte sind kurz, verständlich und beantworten, was Kunden wissen wollen.
Bei Bildern gilt Ähnliches. Eigene Fotos von dir, deinem Team und deiner Arbeit wirken glaubwürdiger. Ein Fototermin kostet extra, ersetzt aber oft Bildlizenzen. Mehr dazu in Echte Fotos statt Stockbilder. Frag im Angebot immer, ob Texte und Fotos enthalten sind.
Beispiel: Ein Friseursalon will Fotos vom Salon, vom Team und von typischen Frisuren. Dafür braucht es einen Termin vor Ort, Zeit für die Auswahl und etwas Bildbearbeitung. Das ist Arbeit, die im Preis stecken sollte und nicht erst später als Extra auftaucht. Frage auch, wie viele Bilder enthalten sind und ob Nutzungsrechte geklärt sind.
Welche Funktionen machen es teurer?
Eine reine Infoseite ist am günstigsten. Jede Funktion bringt Aufwand mit sich:
- Kontaktformular: meist schnell gebaut, muss aber zuverlässig Nachrichten zustellen und datenschutzkonform sein.
- Terminbuchung: braucht Technik, Pflege und oft ein laufendes Abo bei einem Anbieter.
- Online-Shop: deutlich mehr Aufwand, auch durch Zahlungsarten, Rechtstexte und Versand.
- Bewertungen, Karte, Newsletter: kleine Zusätze, die zusammen ins Gewicht fallen.
Überlege vorher, was du wirklich brauchst. Ein Café kommt oft ohne Terminbuchung aus, ein Friseur braucht sie vielleicht.
Jede Funktion muss nicht nur gebaut, sondern auch getestet, gepflegt und rechtlich sauber eingebunden werden. Bei Formularen und Buchungssystemen werden personenbezogene Daten verarbeitet, deshalb spielt der Datenschutz eine Rolle. Lass dir erklären, welche Anbieter im Hintergrund genutzt werden und ob dafür laufende Gebühren anfallen.
Welche laufenden Kosten kommen dazu?
Eine Webseite ist nach dem Start nicht fertig. Du brauchst eine Domain, einen Server (Hosting) und je nach Technik Updates und Sicherheitspflege. Dazu kommen Änderungen an Texten, Öffnungszeiten und Preisen.
Was genau dauerhaft anfällt, erklärt Domain, Hosting, Wartung: Was dauerhaft anfällt. Frag im Angebot ausdrücklich nach laufenden Kosten, Laufzeit und Kündigungsfrist. Bei manchen Modellen zahlst du monatlich und besitzt die Seite am Ende nicht.
Überlege, wie oft sich bei dir etwas ändert. Ein Café mit wechselnder Speisekarte aktualisiert öfter als eine Werkstatt mit festem Angebot. Klär, ob du Änderungen selbst machen kannst, ob sie in einem Pflegepaket enthalten sind oder einzeln berechnet werden. Das beeinflusst die laufenden Kosten mehr, als viele erwarten.
Was bedeutet Festpreis und worauf achtest du bei Angeboten?
Festpreis heißt: Du zahlst für einen klar beschriebenen Leistungsumfang einen vorher vereinbarten Betrag. Mehraufwand durch zusätzliche Wünsche muss dann extra vereinbart werden. Das schützt dich vor Überraschungen, aber nur, wenn der Umfang genau beschrieben ist.
Prüfe bei jedem Angebot diese Punkte:
- Was ist genau enthalten: Seiten, Texte, Bilder, Funktionen?
- Wie viele Korrekturrunden sind inklusive?
- Wem gehören am Ende Domain, Zugänge und Inhalte?
- Welche laufenden Kosten gibt es, und wie lange ist die Bindung?
- Wer kümmert sich um Updates und Sicherheit?
- Ist das Impressum und der Datenschutz berücksichtigt?
- Wie lange dauert es bis zum Start?
Vorsicht ist angebracht, wenn Angebote sehr vage bleiben oder vieles erst später extra kostet. Vergleiche nie nur den Endpreis, sondern immer den Leistungsumfang.
Wie gehst du am besten vor?
Schreibe vorher auf, was die Seite leisten soll: Welche Fragen sollen Kunden beantwortet bekommen, und was sollen sie tun können? Hol dann zwei bis drei Angebote ein und vergleiche sie anhand der Liste oben. Auch die Frage, ob ein Baukasten oder eine Agentur besser passt, beeinflusst den Preis stark. Das klärt Baukasten, Agentur oder selbst bauen?.
Wir bauen Webseiten zum Festpreis. Ob das für dich passt, hängt von deinem Umfang ab. Nimm dir die Zeit, Angebote in Ruhe zu vergleichen.
Lass dich nicht allein vom niedrigsten Preis leiten. Eine sehr günstige Seite kann später teuer werden, wenn Änderungen extra kosten oder wichtige Teile fehlen. Umgekehrt ist ein hoher Preis kein Beweis für gute Arbeit. Entscheidend ist, dass Leistung, Eigentum und laufende Kosten klar beschrieben sind.
Häufige Fragen
Warum sind Angebote für Webseiten so unterschiedlich?
Sie unterscheiden sich in Umfang, Individualität, Texten, Bildern, Funktionen und Pflege. Zwei Angebote mit gleichem Preis können sehr verschiedene Leistungen enthalten.
Was bedeutet Festpreis bei einer Webseite?
Ein vorher festgelegter Betrag für einen genau beschriebenen Leistungsumfang. Zusätzliche Wünsche außerhalb dieses Umfangs werden separat vereinbart.
Fallen nach dem Start noch Kosten an?
Meist ja, zum Beispiel für Domain und Hosting. Je nach Technik kommen Updates, Wartung oder Änderungen dazu. Lass dir diese Kosten vor Vertragsabschluss nennen.
Aktualisiert am 9. Oktober 2026. Dieser Text ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.