Startseite / Ratgeber / Grundlagen

Texte für die Webseite: Was schreibe ich?

Gute Webseitentexte sagen früh, wer du bist, was du tust und wo. Schreibe so, wie du es einem neuen Kunden am Telefon erklären würdest.

Grundlagen4 Min. LesezeitStand 9. Oktober 2026

Was schreibe ich auf meine Webseite?

Schreibe vier Dinge: was du anbietest, für wen, wo du arbeitest und wie man dich erreicht. Dazu kommen ein paar Sätze, warum Kunden dir vertrauen können. Mehr braucht der Text einer kleinen Webseite nicht.

Wenn du Texte so schreibst, wie du mit einem Kunden sprichst, bist du auf dem richtigen Weg. Welche Bausteine die ganze Seite sonst noch braucht, steht in Was muss auf eine Webseite?.

Der häufigste Fehler ist, zu viel erzählen zu wollen. Besucher lesen am Bildschirm schnell und überfliegen vieles. Kurz und konkret gewinnt.

Wie gehst du Schritt für Schritt vor?

  1. Sammle Fragen. Notiere, was Kunden dich am Telefon oder per Nachricht immer wieder fragen. Diese Fragen sind dein Textplan.
  2. Schreibe den ersten Satz. Er nennt Leistung, Zielgruppe und Ort, zum Beispiel: „Wir reinigen Büros und Praxen in Hannover und Umgebung.“
  3. Beschreibe jede Leistung kurz. Ein bis zwei Sätze, was dazugehört und wie es abläuft.
  4. Erkläre den Ablauf. Wie läuft ein erster Kontakt? Was passiert danach?
  5. Schließe mit dem nächsten Schritt. Zum Beispiel „Ruf an unter …“ oder „Schreib uns kurz, worum es geht“.

Schreibe zuerst eine grobe Fassung, ohne zu feilen. Lies sie dann am nächsten Tag noch einmal und streiche alles, was keine Frage eines Kunden beantwortet. Zeige den Text, wenn möglich, einer Person, die dich und deinen Beruf nicht kennt. Wenn sie etwas nicht versteht, ist die Stelle zu kompliziert.

Wie klingt ein guter Text?

Schreibe kurze Sätze und einfache Wörter. Ein Satz sollte eine Idee enthalten. Wenn du beim Vorlesen Luft holen musst, ist er zu lang.

Sprich Besucher direkt an, mit „du“ oder „Sie“, je nachdem, wie du auch sonst mit deinen Kunden sprichst. Ein Bestattungsunternehmen schreibt anders als ein Tattoo-Studio, und beides ist richtig.

Nutze Wörter, die deine Kunden selbst nutzen. Sie suchen nach „Heizung reparieren“ und nicht nach „Wärmeerzeugungslösungen“. Das hilft auch bei der Suche. Suchmaschinen und KI-Assistenten lesen nämlich den Text und vergleichen ihn mit der Frage des Nutzers.

Überschriften sollten sagen, was im Abschnitt steht. „Was kostet eine Rohrreinigung?“ ist besser als „Unsere Preise“. Gute Überschriften helfen Lesern beim Überfliegen, und sie helfen Suchmaschinen und KI-Assistenten, die Antwort in deinem Text zu finden. Das heißt nicht, dass du dort landest. Das kann niemand garantieren. Du erhöhst aber die Chance, richtig verstanden zu werden.

Was solltest du weglassen?

Diese Dinge machen Texte schwächer:

  • Leere Sätze wie „Qualität steht bei uns an erster Stelle“, die jeder Betrieb schreiben könnte
  • Fachwörter, die dein Kunde nicht kennt, ohne sie zu erklären
  • Lange Absätze ohne Überschriften
  • Texte, die von anderen Seiten abgeschrieben sind
  • Versprechen, die du nicht halten kannst, zum Beispiel „immer an erster Stelle bei Google“

Ein Satz wie „Wir kommen meist innerhalb von zwei Tagen“ hilft mehr, wenn er stimmt. Konkrete Angaben schaffen Vertrauen.

Auch Hinweise, die nur aus Angst vor Kritik dastehen, kannst du streichen. Ein Satz wie „Alle Angaben ohne Gewähr“ unter jedem Absatz verunsichert Besucher. Rechtliche Hinweise gehören ins Impressum oder in die vorgesehenen Bereiche, nicht in jeden Text. Das ist keine Rechtsberatung, im Zweifel lass es prüfen.

Wie nutzt du Kundenfragen für deine Texte?

Deine besten Textideen kommen aus dem Alltag. Schaue in deine Anrufe, Nachrichten und E-Mails der letzten Monate. Welche Frage kommt am häufigsten? Ein Maler hört oft „Wie lange dauert das?“ und „Muss ich die Möbel ausräumen?“. Das sind perfekte Abschnitte für die Seite.

Schreibe jede Frage als Überschrift und beantworte sie in zwei bis vier Sätzen darunter. So findest du auch die Wörter, die deine Kunden wirklich nutzen. Das nützt der Suche, denn Menschen tippen ihre Fragen oft fast genau so ein, und KI-Assistenten beantworten sie mit Texten, die klar gegliedert sind.

Sammle fünf bis zehn Fragen. Das reicht für eine gute Seite und für den Anfang einer Fragenliste, die du später ergänzen kannst.

Wie sieht das an einem Beispiel aus?

Ein Friseursalon könnte schreiben:

„Friseur in Hannover Linden. Wir schneiden und färben Damen, Herren und Kinder. Termine buchst du online oder telefonisch. Du findest uns mitten in Linden, die nächste Haltestelle ist zu Fuß in zwei Minuten erreichbar.“

Der Text nennt Leistung, Ort und Weg zum Termin. Mehr als vier Sätze braucht der erste Abschnitt nicht. Weiter unten kannst du Preise, Team oder Produkte erklären, wenn sie für Kunden wichtig sind.

Du musst nicht jeden Text neu erfinden. Gehe deine Antworten auf E-Mails durch. Dort steht oft schon, was du Kunden erklärst. Mit kleinen Änderungen werden daraus Webseitentexte, die nach dir klingen. Setze am Ende einen klaren nächsten Schritt: Anrufen, Nachricht schicken, Termin buchen.

Wie baust du Vertrauen im Text auf?

Besucher kennen dich nicht. Zeige ihnen deshalb, dass es dich wirklich gibt. Nenne seit wann du den Betrieb führst, welche Ausbildung du hast, in welchen Verbänden du bist, soweit das stimmt. Echte Kundenstimmen helfen oft mehr als jede eigene Beschreibung. Wie du sie richtig zeigst, steht in Kundenstimmen und Referenzen richtig zeigen.

Jede Seite braucht außerdem einen eigenen Titel und eine kurze Beschreibung für die Suchergebnisse. Das ist ein eigener Text, und er zählt. Mehr dazu findest du in Titel und Beschreibung richtig schreiben.

Mit einer Prüfung vor dem Start vermeidest du Peinlichkeiten. Lies auf Tippfehler, Namen, Telefonnummern und Preise. Eine falsche Nummer ist der teuerste Fehler, den ein Text haben kann.

Die Telefon-ProbeLies deinen Text laut vor. Wenn du irgendwo stockst oder Wörter verwendest, die du am Telefon nie sagen würdest, schreibe den Satz um.

Häufige Fragen

Wie lang sollte ein Text auf der Startseite sein?

Kurz genug, dass man ihn am Handy schnell erfasst. Ein bis zwei Sätze ganz oben und dann kurze Abschnitte zu Leistungen, Ablauf und Kontakt reichen oft.

Darf ich Texte von einer KI schreiben lassen?

Du darfst Hilfe nutzen. Lies den Text aber immer kritisch durch. Er muss stimmen, zu deinem Betrieb passen und nach dir klingen, sonst wirkt er austauschbar.

Muss ich auf der Webseite duzen oder siezen?

Das entscheidest du nach deinen Kunden. Ein Skatepark-Café darf duzen, eine Steuerkanzlei siezt meist. Wichtig ist, dass du in der ganzen Seite bei einer Form bleibst.

Aktualisiert am 9. Oktober 2026. Dieser Text ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Mehr zum Thema: Was muss auf eine Webseite?.

Gratis-Analyse

Was kostet dich deine Webseite gerade an Anfragen?

Wir prüfen deine Webseite auf Google, KI-Sichtbarkeit, Handy, Texte und Anfrage-Wege. Die PDF ist meistens innerhalb von 24 Stunden bei dir, erstellt von einem echten Menschen. Auch ohne eigene Webseite.

Gratis-Analyse anfordern

Weiterlesen